Schüleraustausch mit Italien – Teil 1 in Leipzig

Veröffentlicht von franziskalisting am

Schüleraustausch mit Italien –
Teil 1 in Leipzig

Vom 06.03 bis 13.03 waren unsere italienischen Austauschpartner*innen aus Bologna zu Besuch. Die Woche war gefüllt von Schulprogramm und eigenständig organisierten Aktivitäten. Wir haben den Schüler*innen ein paar Fragen gestellt, um die verschiedenen Sichtweisen möglichst gut repräsentieren zu können. Die Antworten werden zwar nicht wortwörtlich wiedergegeben, sie bieten aber dennoch einen Eindruck von den unterschiedlichen Ansichten und Gefühlen.

Wir beginnen mit der ersten Begegnung: Was waren deine ersten Gedanken, als du deine/deinen Austauschpartner*in getroffen hast?

Natürlich hofften alle darauf, dass sie gut mit ihnen klarkommen und die ganze Woche angenehm verlaufen würde. Einige berichteten von kurzer Überforderung bei dem Gedanken daran, dass es jetzt wirklich losgeht. Nach einem „Ach du meine Güte“ kam aber vor allem Vorfreude auf die gemeinsame Zeit auf. Oberflächlich gesehen fiel außerdem durchaus die Körpergröße auf, die im Durchschnitt überraschend klein war.

(Inhalte von Lea, Gaia, Alma und Antoni)

Und wie war es davor? Hattest du vor dem Besuch Ängste oder warst du aufgeregt?

Hier gingen die Meinungen auseinander. Manche berichteten, sie hätten sich vor allem gefreut, und ihre größte Sorge sei gewesen, dass dem Gast das Essen nicht schmeckt oder „die Chemie nicht passt“. Andere meinten, sie selbst, aber auch ihre Eltern, seien bei dieser Situation verkopfter gewesen. Was, wenn die geplanten Freizeitaktivitäten ihnen nicht gefallen? Was, wenn die Kommunikation nicht so klappt wie erhofft? Und was, wenn sie sich insgesamt unwohl fühlen und man nicht weiß, wie man das ändern kann?

(Inhalte von Gaia, Alma, Ida und Antoni)

Zum Glück haben sich viele dieser Sorgen mit der Zeit ganz von selbst aufgelöst.

Wie hast du die Freizeit mit deinem Gast denn verbracht?

Hier wurden kulturelle Aktivitäten wie Besuche im Kino, Theater oder Gewandhaus erwähnt. Vieles wurde auch in Gruppen unternommen, und abends traf man sich oft mit den anderen. Einige von uns waren gemeinsam bei der Demo zum Frauentag oder einfach in der Stadt zum Shoppen unterwegs. Natürlich gab es auch das Schulprogramm, wie zum Beispiel den Ausflug nach Dresden. Zusätzlich wurden noch Aktivitäten wie Bowling spielen, eine Bootstour auf dem Kanal, das gemeinsames Backen und Essen sowie das Präsentieren der eigenen Hobbys genannt.

(Inhalte von Tiana, Gaia, Alma, Ida und Antoni)

Und was war der schönste Ausflug oder Moment mit deiner/deinem Austauschpartner*in?

Die Antworten darauf waren natürlich unterschiedlich und individuell. Dazu gehörten zum Beispiel der Pokerabend mit den anderen, die Demo, der Kuppelaufstieg auf die Frauenkirche in Dresden oder ein gemeinsamer Ausflug an den See sowie anschließendem Eis essen.

(Inhalte von Max, Alma und Ida)

Gibt es vielleicht einen Ort, den du durch den Austausch besonders ins Herz geschlossen hast?

An dieser Stelle wurde vor allem von neuen Entdeckungen in Leipzig berichtet. Zum Beispiel ein Dönerladen, bei dem der Verkäufer besonders nett gewesen sein soll. Auch die beeindruckende Nikolaikirche wurde erwähnt, die jetzt an die Leipzig-City-Tour erinnert.

(Inhalte von Ida und Theresa)

Natürlich bringt ein Austausch auch Verantwortung mit sich. Vor welchen Herausforderungen standest du?

So sehr für eine andere Person sorgen zu müssen, hat auf jeden Fall viel Energie benötigt. Man versuchte natürlich, seinem Gast eine bestmögliche Zeit zu ermöglichen, wodurch man sich an einen anderen Rhythmus anpassen und bewusst kommunizieren musste. Zusätzlich kamen die Gäste am letzten Tag der BLF-Woche an, wodurch die Schüler*innen der 10. Klassen noch ziemlich erschöpft waren. Ein Austausch ist auf jeden Fall nicht zu unterschätzen, kann bei der richtigen Herangehensweise aber auch wirklich tolle Erfahrungen mit sich bringen.

(Inhalte von Lea und Louise)

Gab es Situationen, in denen du über dich selbst hinausgewachsen bist?

Hier wurde zugestimmt. Ein Punkt war die soziale Interaktion, weil man natürlich sowohl durchgängig im Kontakt mit seinem/seiner Austauschpartner*in als auch in einer großen Gruppe von Menschen war, die man anfangs nicht kannte. Außerdem lernte man eine ganz neue Form der Verantwortung kennen, bei der man durchgängig auf eine Person aufpassen und für sie sorgen musste. Dadurch hat man auch einiges über sich selbst herausfinden können.

(Inhalte von Pia und Antoni)

Da sammelt man wirklich Erfahrungen für’s Leben. Was war denn das Wichtigste, was du vom Austausch mitgenommen hast?

Auch hier wurde wieder die Verantwortung genannt, die man nicht mehr nur für sich selbst tragen musste. Außerdem wurden die Freundschaften mit Menschen aus Italien, die Offenheit gegenüber neuen Leuten und natürlich die verbesserten Italienischkenntnisse wertgeschätzt. (Inhalte von Theresa und Tabea)

Würdest du anderen Schüler*innen empfehlen, an einem Austausch teilzunehmen?

Es wurde deutlich zugestimmt, da man so viel Neues erlebe und aus seiner Komfortzone herauskomme. Außerdem bekomme man quasi die Möglichkeit, Urlaub in einem anderen Land zu machen und dabei auch noch den Alltag anderer Kulturen kennenzulernen. Auch die Kommunikation habe gutgetan und stark zur Förderung der Sprachkenntnisse beigetragen.

(Inhalte von Klara und Tiana)

Was würdest du anderen Schüler*innen raten, die vor einem Austausch stehen?

Einerseits sollte man sich keine zu großen Gedanken und Sorgen machen, andererseits sei es auch gut, vorbereitet zu sein und zu wissen, worauf man sich einstelle. Das Wichtigste sei Höflichkeit, Neugier und die eigene Motivation. Das Meiste kläre sich dann auch von selbst.

(Inhalte von Konrad und Helene)

Wie hast du die Organisation des Austausches wahrgenommen?

Das Schulprogramm war durch eine designte Online-Pinnwand für alle zugänglich und insgesamt sehr vielseitig. Probleme gab es kaum und spontane Umplanungen haben gut funktioniert. Es wurde deutlich, wie viel Mühe sich bei der Organisation gegeben wurde, wofür alle echt dankbar sind (Credits an Frau Thiele, Herrn Elias, Frau Pohlmann und Frau Rieger)!

(Inhalte von Lotte und Alma)

Abschließend noch eine Frage an die Lehrkräfte: Was hat Sie motiviert, diesen Austausch zu initiieren und wie war der 1. Teil für Sie?

Ziel war es, möglichst vielen Schüler*innen diese einzigartige Möglichkeit des kulturellen Austauschs zu bieten, wobei die Motivation auf persönlicher Erfahrung und der Liebe zu Italien basierte. Der organisatorische Aufwand und die dauerhafte Verantwortung während des Aufenthaltes waren zwar nicht zu unterschätzen, doch der reibungslose Ablauf und die positiven Rückmeldungen haben gezeigt, dass es sich gelohnt hat.

(Inhalte von Frau Thiele)

Wir hoffen, dass wir euch einen Eindruck über den ersten Teil unseres Austauschs vermitteln konnten und vielleicht einigen Lust gegeben haben, in Zukunft auch an einem teilzunehmen.

Kategorien: Aktuelles

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